Impffortschritt aktuell

Erste Impfung bis Booster: Impfquoten für Deutschland und die Bundesländer

Der Impfmonitor zeigt, wie Deutschland und die Bundesländer beim Impfen gegen Corona vorankommen, den Impffortschritt nach Alter, die Impfstoffe – und wie es im internationalen Vergleich aussieht.

Impffortschritt in Deutschland
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Stand: 20.01.

In Deutschland sind mittlerweile rund 0 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Das heißt aber auch, rund 83 Mio. Menschen sind zurzeit noch ungeimpft (100 Prozent). Allerdings sind darunter nicht nur Impfskeptiker. Vor allem Kinder unter 12 Jahren konnten bis Mitte Dezember noch nicht geimpft werden. Nun sind auch Impfungen für Fünf- bis Elfjährige zugelassen.

Damit bleiben insgesamt rund 79 Mio. Ungeimpfte, für die das Impfen generell in Frage kommt (noch 95 Prozent der Bevölkerung). Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt bei den Kinder unter 12 Jahren Impfungen ausdrücklich für solche mit Vorerkrankungen und für andere in dieser Altersgruppe nach individueller Aufklärung. Für Jugendliche und Erwachsene gibt es aber nur sehr wenige Gründe, die einer Corona-Impfung dauerhaft im Weg stehen, wie seltene Allergien gegen Bestandteile der Impfstoffe.

Seit Ende 2020 wird hierzulande geimpft. Es ist die größte Impfaktion, die es je in Deutschland gab. Das Ziel: zunächst der individuelle Schutz vor einer schweren Covid19-Erkrankung und schließlich die Ausbreitung des Virus weitgehend zu stoppen. Wie viele Menschen dafür durchgeimpft oder durch eine Corona-Infektion immunisiert sein müssten, ist noch nicht abschließend erforscht und ändert sich mit den Varianten des Virus. Schätzungen reichen mittlerweile bis zu mehr als 90 Prozent der Bevölkerung für die sogenannte Herdenimmunität. Dann ginge die Pandemie vorbei.

Nach einem holprigen Start hatte sich das Impftempo bis zum Sommer deutlich erhöht. Das schlug sich auch in der Entwicklung der Fallzahlen nieder, die der Coronavirus-Monitor zeigt. Mittlerweile ist das Tempo gedrosselt und reicht nicht aus, um die vierte Welle zu brechen. War es anfangs der Impfstoffmangel, so mangelt es nun vor allem an der Impfbereitschaft. Zudem lässt der Impfschutz mit der Zeit nach. Für viele, die bislang als vollständig geimpft galten, sind längst sogenannte Booster-Impfungen nötig. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt mittlerweile eine Auffrischung mit einer dritten Dosis schon nach drei Monaten.

So wird die Booster-Lücke geschlossen

Der gelbe Bereich in der Grafik zeigt, wie viele Menschen derzeit eine Auffrischungsimpfung (Booster) laut STIKO-Empfehlung benötigen. Erstimpfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson zählen hier nicht als vollständige Impfung.
Daten: Digitales Impfquotenmonitoring des RKI
NaN Mio. Geimpfte
benötigen noch einen Booster
NaN% der Bevölkerung
mit empfohlenem Impfschutz

Der Impfschutz lässt bei allen Mitteln nach. Und das Vakzin von Johnson & Johnson ist gegen die Delta-Variante nicht so wirksam, wie ursprünglich erhofft. So besteht für deutlich weniger Menschen der empfohlene Impfschutz, als die offizielle Quote der "vollständig Geimpften" zeigt. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt generell eine Auffrischung (Booster-Impfung) mit einer dritten Dosis mittlerweile schon nach drei Monaten für alle ab 18 Jahren. Bei vielen ist die Zweitimpfung mittlerweile länger her. So klaffte im Herbst eine riesige Booster-Lücke (gelber Bereich), die mit einem Impfsprint im November und Dezember zum großen Teil geschlossen wurde.

Beim Impfstoff von Johnson & Johnson sollte eigentlich mit dem ersten Piks bereits ein vollständiger Impfschutz bestehen. Doch die STIKO rät längst zu einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff (Biontech oder Moderna) bereits nach einem Monat - und danach ebenfalls boostern. Damit sinkt in dieser Betrachtung auch die Quote derer, die bislang noch als "vollständig geimpft" gelten.

Impfquoten nach Alter: So sind Jüngere und Ältere geschützt

Anteil geimpfter Menschen nach Altersgruppen im Bundesländervergleich, Quelle: RKI, Stand: 20.01.
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  • Booster
  • Vollständig geimpft
  • Erste Impfung

Mit den fortschreitenden Impfungen und der Freiluft-Saison hat sich im Sommer zunächst die Lage auf den Intensivstationen entspannt. Seit Herbst sind die Intensivbetten wieder verstärkt mit Corona-Patienten belegt, mehr Intensivstationen melden wieder komplette Auslastung. Insbesondere bei Älteren waren durch Impfungen die Neuinfektionen deutlich gesunken, wie die Auswertung der Inzidenzen nach Alter zeigt.

Dass es nicht gleich genügend Impfstoffe für alle geben wird, war von Anfang an klar. Deshalb wurden Ältere zunächst beim Impfschutz vorgezogen - insbesondere Bewohner*innen von Alten- und Pflegeheimen. Im Verlauf der Pandemie waren Sie bis zur dritten Welle besonders gefährdet. Die Impfstoffe kamen für Sie rechtzeitig. Seit Ende der Sommerferien trifft die Pandemie vor allem jüngere Jahrgänge, die sich erst spät oder bislang noch gar nicht impfen lassen konnten - wie Schulkinder.

Impfkalender: Tägliche Impfdosen im Zeitverlauf

Vom RKI gemeldete Impfungen pro Tag und Kalenderwoche seit Jahresbeginn in ganz Deutschland, Stand: 20.01.
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Das große Impfen war in Deutschland schleppend angelaufen – und die Impfstrategie der EU-Länder und ihrer Regierungen stand in der Kritik: Zu wenig Impfstoff zum Start, zu späte Bestellung und Zulassung, zu schlechte Vorbereitung, zu knausrig beim Einkauf, lauteten die Vorwürfe. Aber Deutschland hat kräftig aufgeholt - seitdem die Hausärzt*innen dabei sind und etwas später die Impfpriosierung gefallen war. In den Impfzentren bildeten sich im Juni lange Schlangen von Impfwilligen, in den Praxen wurden Wartelisten abgearbeitet.

Wann welcher Impfstoff verabreicht wurde

Anzahl verabreichte Impfdosen pro Hersteller und Monat: RKI

Mit dem Ende des Sommers ist die Impfkampagne ins Stocken geraten. Nun fehlt es an vor allem an Impfwilligen. Mangel an Impfstoff ist nicht mehr das Problem, wie auch die Lieferprognosen des Bundesgesundheitsministeriums zeigen. Verimpft wird von Anfang an hauptsächlich das Vakzin Comirnaty von Biontech/Pfizer. Es ist nun auch für viele die erste Wahl bei Boosterimpfungen. Zusammen mit dem anderen mRNA-Impfstoff von Moderna wird Comirnaty von der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Auffrischung von Impfungen mit Johnson & Johnson oder Astrazeneca empfohlen.

Der Impffortschritt weltweit - und was wo verimpft wird

Die Karte zeigt die Anzahl verabreichten Impfdosen pro 100 Einwohner*innen im internationalen Vergleich und welche Impfstoffe in den Ländern im Einsatz sind, Quelle: Our world in data
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Nirgendwo wurde Anfang 2021 schneller geimpft als in Israel. Ein zeitiger Einkauf und ein stark digitalisiertes Gesundheitswesen machten es möglich. Doch nach anfänglicher Euphorie stagniert die Impfquote der vollständig Geimpften seit dem Frühsommer bei etwa zwei Drittel Bevölkerung. Viele Länder haben Israel mittlerweile dabei überholt, wie Impf-Europameister Portugal. Deutschland hat Israel immerhin längst eingeholt beim Anteil der Geimpften. Dass dort immer noch mehr Impfdosen pro 100 Einwohner*innen verabreicht wurden, liegt an den Drittimpfungen.

Mit der fortschreitenden Pandemie beschleunigte sich auch das weltweite Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Russland hat als erstes Land der Welt bereits im August 2020 „Sputnik V“ zur breiten Anwendung zugelassen – begleitet von Kritik am abgekürzten Zulassungsverfahren. Ende 2020 bekam schließlich Comirnaty von Biontech/Pfizer die erste Zulassung nach westlichen Standards.

Auch China und Indien hatten früh eigene Vakzine am Start. Und weitere werden folgen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO listete Ende Oktober 2021 insgesamt 322 Impfstoff-Projekte weltweit auf. Die Impfstoffe, die bereits auf dem Markt sind, werden bislang in den reicheren Ländern verabreicht. Dagegen bleibt Afrika vorerst vielerorts noch immer ein weißer Fleck.


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