Gasversorgung in DeutschlandFüllstand der Gasspeicher, Gaspreis und Verbrauch - täglich aktuell

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Deutschland braucht längst kein russisches Gas mehr, um Haushalte und Betriebe mit Energie zu versorgen. Entsprechend gefüllte Gasspeicher, höhere Importe aus anderen Ländern und weniger Verbrauch konnten bislang einen Gasmangel vermeiden. Wie kommt Deutschland durch diese Saison? Verfolgen Sie hier die wichtigsten Zahlen zur Gasversorgung - täglich aktuell.

Gasspeicher

Wie lange bleiben die Gasspeicher noch gut gefüllt?

Füllstand der Gasspeicher in Deutschland im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr.
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QuelleAGSI.
Über die Daten
Dargestellt ist der tägliche Füllstand der Gasspeicher in Deutschland im Vergleich zum Stand vor genau einem Jahr – laut Datenplattform (AGSI) des Branchenverbands Gas Infrastructure Europe (GIE). Mehr als 90 Prozent der tatsächlichen Gesamtkapazität hierzulande sind dabei berücksichtigt.

Die Grafik zeigt die Tagesfüllstände der vergangenen 365 Tage (gefettete Linie) im Vergleich zum jeweiligen Tag Vorjahr (dünne Linie). Deutschland kann insgesamt rund 250 Terawattstunden Gas speichern - die größte Kapazität in Europa. Die Gastanks sind deutlich leerer als in den Jahren zuvor. Zum Jahreswechsel 2025/2026 waren sie im Durchschnitt nicht einmal halb so voll.

Das liegt auch daran, dass die Füllstandsvorgaben von der schwarz-roten Bundesregierung 2025 gelockert wurden. Laut Gasspeicherfüllstandsverordnung (GasSpFüllstV) müssen die Gasspeicher punktlich zur Heizsaison zum 1. November mindestens zu 70 Prozent gefüllt - damit es im Winter drinnen nicht kalt bleibt. Denn in der Heizperiode von Oktober bis April steigt der Gas-Bedarf der privaten Haushalte sprunghaft. Und nach der Heizsaison ist vor der Heizsaison. Am 1. Februar sollen demnach die Reserven immer noch bei 30 Prozent liegen. Diese Regeln sollen noch bis 2027 gelten.

Gasimporte

Wie viel Gas kommt jetzt in Deutschland an?

Tägliche Nettoimporte von Erdgas nach Deutschland in Gigawattstunden (GWh) im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr
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QuellenBundesnetzagenturVerband Europäischer Fernleitungsnetzbetreiber ENTSO-Geigene Berechnungen.
Über die Daten
Das Liniendiagramm zeigt die täglichen Nettoimporte von Erdgas nach Deutschland im Vergleich zum gleichen Tag ein Jahr zuvor. Dafür werden von den Importen die Exporte abgezogen. Die Daten stammen von der Bundesnetzagentur.

Deutschland ist auf Erdgas aus dem Ausland angewiesen. Innerhalb des Landes werden kaum nennenswerte Mengen produziert. Über ein weit verzweigtes europäisches Netz aus Röhren importiert Deutschland die Energie. Lange Zeit lieferte Russland über Nord Stream die größte Menge nach Deutschland.

Seitdem kein russisches Gas mehr ankommt, importiert Deutschland mehr Gas aus Nachbarländern. Wichtige Lieferanten sind vor allem Norwegen und die Niederlande. Nicht alle Importe bleiben in Deutschland. Ein Teil der Gaslieferung durchquert die deutschen Röhren, um an Nachbarländer weitergeleitet zu werden.

Gaspreis

Wie hoch sind die Gaspreise für die Verbraucher?

Durchschnittlicher Neukundenpreis pro Kilowattstunde in Deutschland im Vergleich zum Preis vom jeweiligen Jahr.
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QuellePreisvergleichsportal Verivox.
Über die Daten
Gezeigt wird der bundesweite Durchschnitt der günstigsten Neukunden-Tarife inklusive Bonus laut Erhebungen des Preisvergleichsportals Verivox. Der Preis pro Kilowattstunde beinhaltet Grundkosten bei einem Jahresverbrauch von 20 MWh. Der aktuelle Tagespreis für Neuverträge wird mit dem vor genau einem Jahr verglichen. Bestandskunden zahlen zurzeit meist weniger.

Die Haushaltspreise für Erdgas haben seit dem russischen Überfall gut ein Jahr lang stark geschwankt. Im September 2022 erreichten sie mit 40 Cent je Kilowattstunden einen Höchstwert. Die Grafik verdeutlicht diese Entwicklung anhand der täglichen Gaspreise für Neukunden. Die Kosten für eine Kilowattstunde setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen: Die Versorger kaufen zu Großhandelspreisen, die bei knappem Angebot steigen. Hinzu kommen Steuern und Abgaben.

Gasverbrauch

Drosselt Deutschland seinen Gasverbrauch stark genug?

Durchschnittlicher Tagesverbrauch pro abgeschlossener Woche im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr
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QuelleBundesnetzagentur.
Über die Daten
Die Linienpaare zeigen die bundesweit verbrauchte Gasmenge laut Bundesnetzagentur im Vergleich zum Vorjahr: Dies verdeutlicht saisonale Schwankungen mit einem geringeren Energiebedarf in den Sommermonaten. Dargestellt ist der Gasverbrauch in Gigawattstunden (GWh) pro Tag als wöchentlicher Mittelwert. Eine Esparnis im Vergleich zum Vorjahr ist als grüne Fläche markiert, der Mehrverbrauch in Rot.

Nachdem Russland im Sommer 2022 den Gashahn in Richtung Westen zugedreht hat, spart Deutschland Gas. Der Gasverbrauch hängt insbesondere bei Haushalts- und Gewerbekunden stark von den Temperaturen ab. Un im Durchschnitt war es in der ersten Heizperiode nach Russlands Gassperre (2022/2023) wärmer als in den Vorjahren. Doch auch angesichts gesunkener Gaspreise wird mittlerweile wieder mehr verbraucht. Im Jahr 2025 waren insgesamt 864 TWh Gas verbraucht, 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr (845 TWh). Im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch der Jahre 2018-2021 sind es aber 2025 knapp 13,5 Prozent weniger gewesen.



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